Wo finde ich Ideen für meinen Unterricht?

Im Netz ist an dieser Stelle immer gerne vom PLN, dem persönlichen Lern-Netzwerk die Rede. Soll heißen, es gibt wie immer keine Standard-Plattformen sondern jeder Lehrer muss sich seine individuellen Quellen suchen und – wenn er sie gefunden hat – bitte auch behalten 😉!

Logisch, dass dies allein schon bei der Fülle an Angeboten im Netz eine ganz individuelle Angelegenheit darstellt – persönlich eben, ich stelle euch hier ein paar Möglichkeiten, vor allem aber Plattformen und/mit links zu interessanten Seiten zur Verfügung, über die ihr weiterkommen könnt.

Themen sind dabei:

Plattformen für Material
Tools für den Unterricht
Twitter (auch) für Lehrer
Theoretisches und Kompetenzen

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Infos zur Speicherung auf IServ

Diesen Beitrag haben unsere Schülerinnen und Schüler Jg. 7 per SchulCloud zur Verfügung gestellt bekommen! Uns vereinfacht es die Arbeit im Unterricht sehr, wenn alle Kids standardmäßig IServ als zentrales Speichermedium verwenden!

Speichern von Dateien jeder Art ist mit dem Tablet zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, da fast jede App ihren eigenen Speicherplatz verwendet, mal auf dem Tablet, mal irgendwo in der Cloud, da heißt es Überblick behalten!

Ich beschreibe hier einen einheitlichen Weg, auf dem ihr von überall her und auch mit jedem anderen Gerät (Mobiltelefon, PC zu Hause oder im Computerraum …) immer auf eure Daten zurückgreifen könnt, also auch wenn euer eigenes Tablet mal nicht verfügbar ist – und auf dem ihr zudem während des Unterrichts die Datenleitungen nach außen wenig belastet, also auch schnell unterwegs seid! Vorraussetzung ist, ihr speichert immer auf dem selben zentralen Speicherort, und das ist IServ!

Zu folgenden Fragen gibt es hier Infos:

Wie behalte ich den Überblick, was wo gespeichert ist?
Heft und Tablet parallel – wie geht das?
Welche Apps gibt es zum Austausch von Dateien?
Warum IServ und nicht OneDrive o.ä.?

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Digitale Lernbegleiter im Jg. 7 – was geht?

„Was geht?“ ist hier weniger jugendsubkulturell anbiedernd denn ganz praktisch gemeint: Wir arbeiten im Jahrgang 7 mit der heterogenen BYOD-Lösung, was bedeutet, dass die Kinder unterschiedlichste Tablets mit den drei Betriebssystemen iOS, Android und Windows dabei haben! Bei der Unterrichtsplanung mit den digitalen Lernbegleitern müssen wir daher auf Lösungen zurückgreifen, die universell auf allen Betriebssystemen möglich sind!

Daher haben die Kinder zunächst einen Grundstock an universalen Apps installiert, mit denen bereits eine Vielzahl an unterrichtlichen Anwendungsszenarien möglich ist.

Für längere Texte und Präsentationen stehen Office365 (Word, OneNote und PowerPoint) sowie als „Rechenknecht“ Geogebra zur Verfügung. Texte lassen sich kollaborativ per Etherpad sowohl über IServ als auch über die Schul-Cloud verfassen!

Für die Erstellung „digitaler Mitschriften“ als Pendant zum klassischen Heft bietet sich auch Explain Everything an, hier findet ihr bereits ein paar Hilfen zur App, ich möchte ab Februar dazu auch noch gesondert Fortbildungen anbieten!

Videos (und Fotos :-)) kann jedes Tablet erstellen, wir haben darüber hier schon mehrfach berichtet, ob über die Erstellung von Erklärvideos allgemein oder speziell auch für Deutsch oder die besondere Form der StopMotion-Videos!

Etwas umständlich ist das Abspielen von auf IServ gespeicherten Videos auf iPads, hierzu empfehle ich den Schülern Documents zu installieren und einmal einzurichten, Documents spielt die Videos direkt ab!

Sehr vorteilhaft, insbesondere für die Zeitökonmie im Unterricht und unglaublich vielseitig einsetzbar um das „Netz in den Unterricht zu holen“ sind QR-Codes, für die jedes Tablet einen Scanner an Bord hat!

Überhaupt sind viele Anwendungen möglich, die keine eigene App benötigen, wie die Arbeit mit der Schul-Cloud, für die jeder 7.Klässler bei der Einführungsveranstaltung einen Zugang erhalten hat (Lehrer die einen Zugang möchten melden sich bitte per Mail bei mir :-)). Spannend ist dazu der Blog zur Schul-Cloud! Anleitungen zur Nutzung findet ihr im folgenden Onlinekurs beim HPI. Unter dem Titel: „Lernen 4.0 – Möglichkeiten und Grenzen einer Digitalisierung im Bildungsbereich (Schul-Cloud-Edition)“ kann man sich kostenlos zu einem Kurs mit 4 Modulen beim HPI einschreiben.

Auch Socrative,  Kahoot und Quizlet sind appfrei (webbasiert) und somit universal nutzbar. Außerdem gibt es zahlreiche webbasierte Angebote die sich für einzelne Unterrichtsphasen einsetzen lassen wie beispielsweise die Seiten learningapps.org oder auch learningsnacks.de. Auf denen kann man wie auch bei Quizlet und Kahoot sowohl auf die Materialien anderer Kollegen zurückgreifen, als auch eigene Ideen relativ einfach umsetzen!

Viel Ideen für den Unterricht liefert natürlich das Netz mit seiner unendlichen Fülle und Weite, insbesondere die bloggenden Kollegen beschreiben immer wieder neue und kreative, aber auch einfach umsetzbare Ideen für den digital erweiterten Unterricht.

Ausprobieren!

Digitale Lernbegleiter Jg. 7

Im Januar 2018 bringen die Siebtklässler erstmalig ihre digitalen Lernbegleiter mit. In einer ersten Doppelstunde wollen wir die Geräte erstmalig am Schul-WLAN anmelden, die Office-Anwendungen einrichten sowie die Anmeldung an der Schul-Cloud vornehmen.

Eltern und Schüler haben dazu eine ausführliche Information erhalten (zum Download bitte auf IServ einloggen!).

Die Kinder sollen ab dem Einführungstermin ihre Tablets täglich dabei haben, damit sie im Unterricht genutzt werden können. Den konkreten Termin entnehmt bitte folgender Tabelle:

Klasse

7a

7b

7c

7d

7e

Termin

Di, 16.1., 1./2. Std

Di, 9.1., 1./2.Std.

Fr, 12.1., 5./6.Std.

Di, 16.1., 3./4.Std.

Di, 23.1., 1./2.Std.

Folgende Apps sind auf den Schülergeräten installiert:

App

iOS

Android

Windows

Word

Word

Word

Word

Power Point

PowerPoint

PowerPoint

PowerPoint

OneNote

OneNote

OneNote

OneNote

Explain Everything

Explain Everything

Explain Everything

Explain Everything

PONS

PONS

PONS

PONS

Die Bibel

Bibel EÜ

Bibel EÜ

**bibleserver.com

QR-Code Reader

 *

QR-Code-Scanner

QR-Code-Scanner

Geogebra

Geogebra

Geogebra

Geogebra

StopMotion

StopMotion

StopMotion

StopMotion

* Seit iOS 11 ist ein QR-Code-Reader in die Kamera-App integriert!
** Die App wird 2018 veröffentlicht.

Alle Schüler der 7 erhalten außerdem einen Zugang zur Schul-Cloud. Wer einen Account als Lehrer möchte um mit den Schülern in der Schul-Cloud zu arbeiten melde sich bitte bei mir!

Anleitungen zur Nutzung der Schul-Cloud findet ihr im folgenden Onlinekurs beim HPI.

Unter dem Titel: „Lernen 4.0 – Möglichkeiten und Grenzen einer Digitalisierung im Bildungsbereich (Schul-Cloud-Edition)“ kann man sich kostenlos zu einem MOOC mit 4 Modulen beim HPI einschreiben.

Filme produzieren im Deutschunterricht

Mit Schülern lassen sich im Rahmen des Deutschunterrichts super Filme produzieren. Es lohnt sich, sich die Zeit dafür zu nehmen: Zum einen wird dies nicht nur vom KC vorgeschlagen, sondern es ist auch didaktisch sinnvoll (in meinem Beispiel haben die Schüler eine zuvor analysierte Kalendergeschichte filmisch umgesetzt – dabei erfolgt u. a. eine Übertragung der im Text entdeckten sprachlichen Auffälligkeiten insbesondere an Schlüsselstellen in die „Filmsprache“ und damit ein vertieftes Verständnis). Zum anderen habe ich zuvor noch nie eine hundertprozentige Schüleraktivierung über mehrere Stunden erlebt – die Schüler finden es toll, Filme zu machen, und setzen sich für dieses Projekt freiwillig auch in der Freizeit ein.

Vorgegangen bin ich dabei folgendermaßen:

Die Filme haben die Schüler in meinem Beispiel im Anschluss an eine Einheit zu Anekdoten und Kalendergeschichten in der Klasse 7 produziert. Dafür war es zunächst notwendig, dass die Schüler Grundlagen der Filmsprache (Einstellungsgrößen, Perspektiven etc.) kennenlernen. Hier finde ich das Material auf „Planet Schule“ tauglich (Film-Ausschnitte als Einstieg: https://www.planet-schule.de/wissenspool/filmbildung-in-der-grundschule/inhalt/sendung.html; Arbeitsblätter: https://www.planet-schule.de/wissenspool/filmbildung-in-der-grundschule/inhalt/unterricht/einstellungsgroessen.html). Allerdings ist zu beachten, dass es sich hier um Material handelt, das für die Grundschule konzipiert wurde – für die Unter- und Mittelstufe, finde ich, ist das Material aber für ein erstes Kennenlernen ebenso geeignet und sinnvoll. Mir hat es damals gereicht, die Einstellungsgrößen intensiver zu behandeln, für die Kameraperspektive haben aus meiner Sicht der Filmbeitrag und ein kurzes Nachgespräch gereicht. Zeitlich sollte hier eine Einzelstunde reichen.

Im Anschluss sollten die Schüler die Möglichkeiten der filmischen Arbeit am iPad kennenlernen. Hierfür habe ich die App „iMovie“ genutzt. Der große Vorteil ist hier, dass die Schüler mit der Erstellung von stark vorstrukturierten „Trailern“ beginnen können. Bei diesen Trailern ist das „Drehbuch“ (Storyboard) quasi vorgegeben, die Schüler müssen nur geforderte Filmausschnitte in der geforderten Einstellungsgröße und Perspektive erstellen. Dabei lernen sie die Umsetzung und Wirkung der Filmsprache sowie die App praktisch kennen. Außerdem sind die Ergebnisse häufig sehr unterhaltsam und sollten, wenn die Schüler einverstanden sind, über den Beamer präsentiert werden.

Sinnvoll ist es hier, das Vorgehen für das Erstellen eines Trailers in iMovie kurz über den Beamer zu erklären. Keine Angst, die App ist insbesondere bei den Trailern weitgehend selbsterklärend.

Für die Erstellung (und evtl. Präsentation) der Trailer sollte eine Doppelstunde eingeplant werden.

Nun geht es an die Produktion der Filmclips. In meiner Einheit sollten die Schüler innerhalb von einer Einzelstunde in Kleingruppen zunächst ein Drehbuch auf Basis der Textgrundlage verfassen (ein Beispiel dafür ist unter den Arbeitsblättern auf „Planet Schule“ zu finden). Im Anschluss daran wird der Film produziert. Die Schüler brauchen die App „iMovie“ dafür zunächst nicht (die eignet sich hier vor allem zum Schneiden des Films), es reicht vollkommen die Videokamera der iPads (oder anderer Geräte), mit der sie ihre Filmsequenzen gemäß Drehbuch produzieren.

Sind alle Filmsequenzen abgedreht, kommt iMovie wieder zum Einsatz. Hier können die Sequenzen ausgewählt und daraus ein Film produziert werden, indem die Sequenzen z. B. gekürzt, arrangiert oder sogar durch Texte, Musik oder andere Audioaufnahmen (auch Nachsynchronisationen sind möglich, s. App „Garageband“!) ergänzt werden.

Theoretisch können die Schüler auch in ihrer Freizeit drehen. Wesentlich ist aber, dass sie die entstandenen Sequenzen in eine Cloud hochladen, um diese im Unterricht zu einem Film zusammenfügen zu können. Alternativ können die Schüler aber natürlich auch ein eigenes Schnittprogramm nutzen, in dem sie sich schon auskennen. Dieses sollte aber für die Arbeit in der Schule zur Verfügung stehen. Für das Filmen und Schneiden müssen die Schüler ausreichend Zeit zur Verfügung haben. In meiner Einheit zu den Kalendergeschichten habe ich dafür jeweils eine Doppelstunde eingeplant.

Die Präsentation und Nachbesprechung der fertigen Filme haben wir dann als „Kino-Stunde“ gestaltet, die bei allen Schülern als Abschluss der Einheit gut ankam.

Ein Hinweis noch am Schluss: Ein Problem bei der Arbeit mit den schuleigenen iPads ist das Speichern der Filmsequenzen und fertigen Filme. Diese können und sollten natürlich nicht auf den iPads verbleiben, da sie sonst für alle anderen Schüler verfügbar sind. Wichtig ist es also, die Schüler dafür zu sensibilisieren und dazu anzuhalten, die Sequenzen, Filme und Trailer gegen Stundenende von den iPads zu löschen. Die einfachste Speichermöglichkeit ist das iserv-Konto der Schüler.

Aber Achtung: Über den Browser lassen sich die Filme nicht erfolgreich hochladen! Die Schüler müssen sich dafür über die App „Documents“ bei iserv anmelden (wie das geht, wird zum Beispiel in der „Lehrer“-Gruppe auf iserv erklärt: Lehrer – Anleitungen iserv, Technik – Scannable und Documents oder auch hier als Video). Dann laden die Schüler die gewünschten Dateien in Documents in ihre eigenen iserv-Dateien hoch und können so jederzeit darauf zugreifen. Wichtig auch hier: Im Anschluss müssen sich die Schüler unbedingt wieder bei Documents abmelden – sonst haben andere Schüler auf das iserv-Konto eurer Schüler Zugriff! Es lohnt sich also, für das Speichern der Dateien mindestens 10 Minuten am Stundenende einzuplanen!

Christiane Maucher

Vergleich unterschiedlicher Positionen mittels Interviews

Unabhängig vom Thema der Sequenz lässt sich die im folgenden beschriebene Methode beliebig auf viele andere Zusammenhänge und Fächer übertragen!

Am konkreten Beispiel einer kurzen Sequenz (Umfang 3-4 Unterrichtsstunden) zur agrarindustriellen Fleischproduktion in Feedlots in den USA möchte ich vorstellen, wie sich die Schüler meines Leistungskurses Erdkunde am Ende einer Unterrichtsreihe mit unterschiedlichen Positionen
zum Thema auseinandersetzen, konkrete Positionen, die ggfs. nicht ihre eigenen sind übernehmen und diese am Ende vergleichend diskutieren.

Zunächst habe ich die Kursteilnehmer mittels Skatkarten zufällig in 4 Gruppen (Herz, Pik usw.) á 4 SuS eingeteilt. Jede Gruppe holt sich zwei Tablets aus dem Koffer, die Arbeitsaufträge rufen die Schüler dann mittels QR-Code auf den iPads auf, der Code führt dabei zum Kursordner auf IServ, in dem das Arbeitsblatt liegt.

 

QR-Codes lassen sich recht einfach und kostenlos erstellen auf der Web-Seite QR-Code-Generator <http://www.qrcode-generator.de>, um einen QR-Code zu erstellen, der auf eine Datei auf IServ lenkt, ruft einfach die Datei auf IServ über den Webbrowser (Internet Explorer, Safari, Firefox…) auf und kopiert die Adresse oben. Diese gebt in die Eingabezeile des QR-Code-Generators ein und es wird der entsprechende Code angezeigt, der sich per Rechtsklick markieren und kopieren lässt. Den Code blende ich dann im Unterricht per Beamer ein, die SuS scannen ihn per QR-Code-Scanner, z.B. mit der App „Neoreader“ und bekommen direkt das AB angezeigt. Ausführlichere Infos zu QR-Codes.

Zur Erstellung der Interviews benötigen die Gruppen ruhige Plätze, daher ziehen sich einige Gruppen in alternative Räume zurück (Mensa, Aulafoyer, Mediathek, leere Kursräume etc.), per Whatsapp bekomme ich den jeweiligen Standort gemeldet, damit ich alle Gruppen reihum besuchen und mit ihnen ihr jeweiliges Projekt besprechen kann.

An dieser Stelle wird deutlich, das solche alternativen Unterrichtsformen durchaus raumgreifend sind und bei der künftigen Innenraumkonzeption noch stärker zu bedenken sind.

Als Zeitraum gebe ich vor, dass die Videos zu Beginn der folgenden Doppelstunde fertig sein müssen, so hat jede Gruppe die Möglichkeit je nach Idee die Umsetzung daheim weiter zu verfolgen, was von den Gruppen natürlich in sehr unterschiedlichem Umfang, teilweise aber überraschend intensiv genutzt wird. Oft benötigen Sie dann zu Beginn der folgenden Stunde noch ein paar Minuten Zeit sich abzugleichen, bevor wir uns alle Interviews ansehen, die Standpunkte reflektieren und abschließend diskutieren.

 

StopMotion-Filme im Unterricht erstellen lassen …

Jeder Film – wissen wir ja, …- besteht aus einer schnellen Abfolge einzelner Bilder, gängige Kinofilme zeigen meist 24 Bilder pro Sekunde, die unser Hirn dann in einen flüssigen Film übersetzt, bei weniger Bildern erkennen wir ein Ruckeln. Bei „Zeichentrick“ werden einzelne Standbilder zu bewegten Sequenzen zusammengelegt.

Ganz einfach lässt sich das mit Apps wie StopMotion (auch für Windows, Android etc.!) bewerkstelligen, mit denen man Bild für Bild aufnehmen kann und die diese automatisch in die richtige Reihenfolge bringt. Mit der Abspielgeschwindigkeit lässt sich herumexperimentieren, eine Musik in den Hintergrund legen, … die App ist im Wesentlichen selbsterklärend, die Schüler haben es fix heraus und beginnen ganz schnell mit kreativen Malereien in ihrem College-Block, die dann Bild für Bild erweitert und umgestellt werden.

Der StopMotion-Film stellt somit zunächst eine weitere Methode dar, deren didaktisch sinnvoller Einsatz sicherlich in allen Fächern an vielen Stellen denkbar ist.

Beispiele: In Chemie in der 9 haben meine Schüler am Ende der Reihe zu den Bindungstypen (Atom- und Ionenbindung) den Auftrag erhalten gruppenweise einen der beiden Bindungstypen in einem StopMotion-Film darzustellen. Hierzu hatten sie gute 60min Zeit, es war eine der seltenen Stunden, in denen sie vor lauter Motivation keine Zeit hatten für die 5-Minuten-Pause 🙂

In der darauffolgenden Stunde haben wir uns die Filme angesehen, jede Gruppe hatte den Auftrag die Filme der anderen Gruppen auf fachliche Richtigkeit hin zu bewerten, woraus wir eine Challenge gemacht haben … „Ich habe heute leider kein Atom für Euch!“.

Hier gibts ein paar sehenswerte Beispielfilme von Schülern der 9a/b:

In Erdkunde in der 7 waren Erkenntnisse über die Konvektionsströme im Erdinneren mit dem “Seafloorspreading“ und der Gebirgsfaltung in Einklang bringend darzustellen …

In den Fremdsprachen lassen sich kurze Comics oder auch Fotostorys erstellen, zu deren Einzelbilder die Geschichte gesprochen wird, Kurzgeschichten können animiert oder weitererzählt werden … 

Ist der Film fertig kann er einfach über die Funktion „Teilen“ an Documents übergeben und dann auf IServ abgelegt werden.

Interaktives Material im Unterricht entwickeln

Spurensuche in Meppen:

Ziel dieser Einheit in Erdkunde in Jg. 8 ist es, eine interaktive Karte Meppens zu erstellen, die Auskünfte gibt über die Spuren früherer stadtgeschichtlicher Epochen.

Unterschiedliche Keimzellen und typische Entwicklungsphasen mitteleuropäischer Städte unter besonderer Berücksichtigung der mittelalterlichen Stadt werden zunächst im Unterricht erarbeitet. Alsdann suchen sich die SuS in frei gewählten Gruppen á 2-4 ein Thema wie den Stadtwall, die Rentei, Zeughaus, Rathaus, Probsteikirche, Gymnasialkirche, mittelalterliche Brücken, Ackerbürgertum (Im Sack, Kuhstraße) …, zu dem sie vorab recherchieren und sich Gedanken zur Präsentationsform machen, z.B.  Video (Doku, Interview, szenisches Spiel), Ton- oder Textdokument, Fotos….

Dann unternehmen wir in einer Doppelstunde eine Exkursion in die Innenstadt in der entsprechend vor Ort dokumentiert und recherchiert wird. Viele Gruppen ergänzen hier durch eigenständige Besuche in der Stadt oder außerunterrichtliche Treffen um Dokumentationen zu erstellen, Videos zu schneiden, Berichte zu verfassen etc..

Wichtig ist in diesem Fall, vor allem wenn die Kinder sich selbst in Szenesetzen, vorab das elterliche Einverständnis einzuholen für Nennung und Darstellung der Kinder im Internet im Rahmen des Unterrichtsvorhabens. Gleiches gilt für weitere mögliche Protagonisten wie interviewte Geschichtslehrer (Danke Henning!) oder Führer im Stadtmuseum.

Plattform für dieses Projekt ist Thinglink, das über eine iOS-App sowie online genutzt werden kann, das Ergebnis lässt sich dann jederzeit über den entsprechenden Link, z.B. zur „Spurensuche in Meppen“ aufrufen, in den alle Schülerprodukte eingebunden werden.

Bei Thinglink wird ein Bild als Grundlage genommen, in unserem Fall ein Screenshot der Satellitenaufnahme Meppens von Google Earth, natürlich ist hier in anderen Zusammenhängen jedes Bild möglich, sei es ein Versuchsaufbau, das Klassenfoto, ein Strukturdiagramm, historisches Foto, wasauchimmer. Über das Bild werden dann interaktive Buttons an die entsprechenden Stellen gelegt, die dann mit dem gewünschten Medium verlinkt werden, so dass sie darüber aufgerufen werden können. 

Kleinere Dateien wie Fotos können direkt zu Thinglink hochgeladen werden, größere Dateien lege ich an anderen Orten ab (Dropbox, eigene Webseite, Videos auf Youtube…) und verlinke Sie entsprechend.

Weitere ausführlichere Infos zu Thinglink

Thinglink ist dementsprechend überall einsetzbar, wo Bilder interaktiv werden sollen, z.B. zur Bildbeschreibung in den Fremdsprachen, zur Erklärung von Prozessen in den Naturwissenschaften, zur Darstellung historischer Situation in den Gesellschaftswissenschaften, als Interpretationsmöglichkeit in der Kunst …

Interaktiver Stadtplan Meppens als Ergebnis einer Suche nach “Spuren der Stadtentwicklung”